Anleitung
Den Deckel öffnen und den Probenteller aus Edelstahl mit der Haltevorrichtung der Trockenwaage herausnehmen.
Die Probe einfüllen und den Teller wieder ein setzen (Empfohlen: In einem Einweg-Wägeschälchen oder wie im Foto zu sehen Alufolie unterlegen)
Die Art der Probe in der Datenbank auswählen oder die Parameter manuell anpassen.
Auf „Start“ drücken und warten, bis der Feuchtebestimmer die Probe analysiert hat.
Die Probe wird mittels eines starken Halogenstrahlers mit einem hohen Anteil an Infrarotlicht in kürzester Zeit gedörrt bis alles Wasser aus der Probe verdampft ist. Das leichter werdende Gewicht wird dabei permanent ermittelt, daher der Name Trockenwaage.
Angezeigt wird das Ergebnis in:
%M: Wie viel Wasser ist in dem Material enthalten
%D: Trockengehalt der Prob
% RG: Differenz zwischen Nass- % Trockengewicht
Net-Weight: Probengewicht vor der Trocknung in g
Lost-Weight: Wie viel leichter wurde die Probe
Aktuelles Gewicht: Wird permanent angezeigt
Alle Daten werden auf dem 5" großen resistiven Touchscreen Display angezeigt.
Die Bedienung ist auch mit Handschuhen möglich.

Während der Trocknung kann der Verlauf graphisch dargestellt dargestellt werden, um z.B. bei manueller Abschaltung den bestmöglichen Zeitpunkt zu bestimmen.
In diesem Bild lief die Trocknung automatisch, bei 120°C und für 12:20 Minuten. Anschließend hatte sich die Feuchte der Probe nicht mehr reduziert und das Gerät schaltet sich von allein aus.
Das Ergebnis lässt sich nun in der Datenbank auf dem Feuchteprüfer speichern oder über RS232 an einen Drucker oder PC übermitteln.

Blick in die Heizkammer: Die mittig liegende Probe wird von dem in einem kreisförmigem Halogenstrahler gleichmäßig und dennoch schnell gedörrt.
Das Licht enthält einen starken Anteil an Infrarotstrahlung, wodurch es im inneren rötlich glüht.
Zusätzlich spiegeln die Wände aus poliertem Edelstahl das Licht zurück auf die Wägefläche.
Die Feuchte entweicht als Dampf oben über das Gitter.

Die Datenbank der Waage erlaubt es für 100 verschiedene Proben die optimalen Trocknungsparameter zu hinterlegen.
Mit einem Klick auf "Confirm" wird die Temperatur, die Aufheizphase und die Abschaltoption (Wahlweise manuell, mittels Zeitschaltuhr oder Automatik) für die Trocknung übernommen.
Werden später mehrfach hintereinander die selben Proben ermittelt, reicht natürlich ein einzelner Klick auf "Start" für die nächste Messung.

Zusätzlich speichert eine eingebaute Datenbank 2000 Audit-Trail-Daten:
Alle vorgenommenen Änderungen im Menü oder wann von welchem Benutzer eine Justierung vorgenommen wurden, werden archiviert.
Die Audit-Daten lassen sich per USB-Stick exportieren.
Es können 5 Benutzer im System hinterlegt werden, der Login erfolgt über Name und Passwort.
Der Administratorzugang kann dabei für einzelne Benutzer die Berechtigungen festlegen und z.B. den Zugriff auf das "System-Setting" Menü sperren.

Hinweis: Es gibt die Baureihe FS bisher nur in der internationalen Version mit dem englischen Menü und Tastatur.
Auf der Englischen Tastatur ist die Z-Taste auf der Position der Y-Taste eines deutschen Tastaturlayouts.

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Model
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FS120A
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FS120B
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| EAN |
4250479460003 |
4250479460010 |
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Kapazität
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120g
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120g
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Ablesbarkeit (bezogen auf das Gewicht)
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0.005g
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0.001g
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Ablesbarkeit (bezogen auf die Feuchte)
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0.05%
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0.01%
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Reproduzierbarkeit
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0.5%
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0.1%
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Wägefläche
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Ф102mm
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Heiztemperatur
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Einstellbar bis max. 180℃
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Heizmodus
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Standard, Schnell oder Schonend
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Abschaltzeit
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Automatisch (Beurteilung ob sich die Masse der Probe noch weiter verändert), manuell oder über Zeitschaltuhr
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Interface
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RS232
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Energieaufnahme
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AC220V 50HZ
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Maße des Gehäuses
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220mm(W)×360mm(L)×200mm(H)
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Übliche Fragen:
1.: Wie lange dauert der Messvorgang:
Die Probe wird im Inneren des Feuchtebestimmers mit einer starken Halogenlampe erhitzt und dabei getrocknet. Dabei erwärmt sich natürlich der komplette Trocknungsraum, allerdings wirkt sich die von der Lampe abgegebene Wärmestrahlung direkt auf die Probe aus.
Genau wie sich ein schwarzes Auto im Sommer im Sonnenlicht stärker aufheizt wie ein helles Auto, würde sich eine Probe je nach Farbe unterschiedlich schnell aufheizen.
Ein zu Mehl zerkleinertes Getreidekorn bietet nicht nur mehr Oberfläche die direkt bestrahlt wird, sondern auch deutlich mehr Oberfläche über die Flüssigkeit verdampfen kann als bei komplett aufgelegten Getreidekörnern.
Liegt das Mehl jedoch nicht gleichmäßig über der kompletten Fläche verteilt, sondern auf einem Haufen, dauert es wiederrum länger bis der Haufen durchgetrocknet ist.
Und natürlich ist wichtig, wie viel überhaupt als Probe eingefüllt wurde und wie stark die Probe erhitzt werden darf, nur langsam bei 100 °C da sonst ätherische Öle mit verdampfen oder kann die volle Heizleistung für z.B. Beton aktiviert werden?
Als Faustformel lässt sich daher nur sagen: Von 2 Min. bis 30 Minuten.
2.: Wie groß / schwer muss die Probe sein?
Der Gewichtssensor in dem Feuchtebestimmer ist für max. 120g ausgelegt, doch diese Menge wird so gut wie nie benötigt. Bei den meisten Substanzen reichen 5g um die Schale im Feuchtebestimmer gleichmäßig zu bedecken und ein reproduzierbares Ergebnis zu erhalten.
Wird eine größere Menge aufgebracht, steigt die Change das aufgrund einer hohen Schichtdicke Verkrustungen entstehen, die darunter befindliche Feuchtigkeit „einschließt“ und nur sehr langsam verdunsten lässt.
Hinweise & Tipps für Flüssigkeiten, Pasten und Cremes:
Bestimmt ist Ihnen beim Kochen von Tomatensuppe schon mal passiert, dass in der kochenden Suppe Luftblasen entstehen, die langsam aufsteigen, an der Oberfläche platzen und im Umkreis von mehreren Metern um den Herd rote Spritzer hinterlassen.
Um das im Inneren des Feuchtebestimmers zu vermeiden und so die Messung zu verfälschen, empfehlen wir die drei folgenden Hinweise:
1.: Nur wenig Masse in die Wägeschale geben und bei Pasten wie Ketchup, Tomatenmark oder Zahnpasta mit einem Spatel gleichmäßig verstreichen. So kann die Masse schnell und gleichmäßig trocken, ohne dass sich im Inneren Blasen bilden. Besonders die hochauflösende Version mit 0.001g Schritten erlaubt bereits bei kleinen Messgrößen zuverlässige und genaue Ergebnisse.
2.: Die Waage auf eine niedrige Temperatur stellen und den Heizmodus „empfindlich“ aktivieren. So trocknet die Probe mit möglichst geringer Change, dass das innere der Paste zu kochen beginnt und Blasen entstehen.
3.: Die Paste oder Flüssigkeit in die Wägeschale einfüllen und mit einem Glasfaserfilter in passender Größe abdecken. Die verdampfende Flüssigkeit gelangt problemlos hindurch, doch selbst wenn es zu Kochen beginnt, werden die Spritzer im Filter zurückbleiben. Es kann eine höhere Temperatur gewählt werden und die Messung wird verkürzt. Gleichzeitig kann der Filter aufgrund der vergrößerten Oberfläche das Trocknen von Flüssigkeiten beschleunigen und eine Bildung einer Kruste auf der Oberfläche wird reduziert.
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